VLW spielt Wintercup in Modena
  02.01.2023 •     VLW männlich 0708 , Leistungssport


Viel Zeit war nicht vergangen, seit sich der Kader des VLW vor den Weihnachtstagen verabschiedet hatte. Der Turnierlehrgang mit NVV Cup in Bretten endete am Sonntag 18.12.2022 und bereits eine Woche später, am zweiten Weihnachtsfeiertag trafen sich die jungen Sportler mit ihrem Trainerteam erneut in Friedrichshafen zur Vorbereitung auf das anstehende und hochintensive Turnier in der italienischen Volleyballhochburg Modena.

VLW spielt Wintercup in Modena

Auch bei dieser Maßnahme konnte das Trainerteam um Andreas Elsäßer, Jörg Bregler und Sporttherapeutin und Athletiktrainerin Renate Elsäßer nicht auf den gesamten Kader zurückgreifen, weil ein parallel stattfindender Lehrgang der Jugendnationalmannschaft und Krankheit dies verhinderte.

Früh am 26.12. traf sich der VLW-Tross zur Abfahrt, damit am Abend noch eine Trainingseinheit in Italien stattfinden konnte. Verbandstrainer Andreas Elsäßer gab schon bei dieser Trainingseinheit die Ziele dieser Kadermaßnahme für die Athleten im Einzelnen und das gesamte Team aus. Die gute Blockleistung des vergangenen Turnieres sollte weiter intensiviert und die Ausdehnung des taktischen Handlungsspektrums durch die Einführung des Doppelwechsels Zuspieler – Diagonaler erweitert werden. 

In den Gruppenspielen konnte sich das VLW-Team mit einem Sieg gegen Assyrum Volley Cazzago (25:17, 25:15) und einer Niederlage gegen Club Arezzo ASD (25:27, 21:25) als Gruppenzweiter für das Achtelfinale qualifizieren. Hier musste man sich dem späteren Drittplatzierten Montevolley Volleyball mit 15:25 und 23:25 geschlagen geben. Auch im unteren Überkreuz Viertelfinale hatte man das Nachsehen. Gegen einen starken Gegner Volley Parma mit einem überragenden Diagonalen entschied der dritte Satz das Match zugunsten der italienischen Mannschaft (25:23, 20:25, 8:15). Im darauf folgenden unteren Paarkreuz gegen das Team Pallavollo Cisano zog man knapp den Kürzeren (25:24, 19:25, 11:15) und so blieb letztlich das Spiel um Platz 15. Hier konnten die Württemberger einen versöhnlichen Abschluss zeigen und gegen Moretto Car Service mit 25:21 und 25:18 einen klaren Sieg einfahren.

Das Turnier zeigte jedoch, dass gerade im Block die Ziele noch nicht erreicht werden konnten. Dies ist auch darauf zurückzuführen, dass durch die große Fluktuation der Athleten bei Lehrgängen keine Konstanz aufgebaut werden konnte. Die jungen VLWler konnten jedoch noch jede Menge weitere Lerneinheiten und Erkenntnisse aus dem hervorragend besetzten Turnier mit ins heimische Württemberg nehmen. Die italienischen Mannschaften brachten durch ihre hervorragenden technischen Möglichkeiten beispielsweise im Zuspiel, durch den ständig ausgeübten Gegnerdruck, durch ihre hohe emotionale Stärke auch in entscheidenden Situationen immer besser zu werden und durch ihre Fähigkeiten zu keinem Spielstand das Spiel aufzugeben schonungslos die Schwächen der Württemberger gerade in diesen Elementen ans Tageslicht.

Trotzdem steigerte sich das VLW Team stetig im Turnierverlauf und rechtfertigte so auch die Teilnahme durch den gezeigten Lerneffekt. Hervorzuheben aus dem Team sind eindeutig Kapitän Maximilian Eckhardt aufgrund seines hohen Engagements für das Team, Lukas Gierling für die starke Libero – Leistung und die Tatsache, dass er als Universalspieler auch bei vergangenen Lehrgängen nahezu alle Positionen zu spielen imstande und auch bereit war. Außenangreifer Aaron Schober hielt mit zunehmender Konstanz die Annahme gegen die stark aufschlagenden Italiener und spielte das Turnier ebenso vom ersten bis zum letzten Punkt durch, wie Alessio Mossherr, der sich mit seiner starken Blockerleistung für die nächsten Maßnahmen empfahl, auch weil er immer wieder spontan für Maßnahmen zusagen konnte und somit auch Zuverlässigkeit zeigte.

Betrübt wurde die Maßnahme allerdings, als den Württemberger kurz vor der Abreise der Bus aufgebrochen und das gesamte Lehrgangsgeld sowie persönliche Wertgegenstände des Verbandstrainers Andreas Elsäßer geklaut wurden. Das Team wollte eigentlich die Zeit nutzen, um sich die Finals in der großen Champions League Halle anzuschauen, musste jedoch stattdessen auf der Polizeistation lange die Anzeige aufzugeben. Mit abgeklebtem Fenster wurde die Heimfahrt dann nach Friedrichshafen angetreten.

Team Württemberg:
Jan Luca Heukeshoven, Jonah Dornheim, Wassim Amar (MTSV Ludwigsburg), Aaron Schober (SG Volleyalb / MTSV LB), Elias Wiebel (TG Bad Waldsee / VfB FN) Maximilian Eckardt, Tim Wirth, Lukas Gierling, Alessio Moosherr, Lennart Giesenberg (VfB Friedrichshafen), Maxim Kunzelmann (TV Rottenburg)