La route vers Paris
  11.11.2022 •     Beachvolleyball , Leistungssport


Aus eins mach zwei – das Nationalteam Karla Borger/Julia Sude hat weiterhin das Ziel Olympische Spiele in Paris 2024 im Fokus, geht dieses allerdings getrennt an, mit jeweiligen neuen Partnerinnen.

La route vers Paris

Stuttgart (tob). Nach knapp vier gemeinsamen und vor allem erfolgreichen Jahren werden Karla Borger und Julia Sude mit frischen Impulsen in die bald beginnende Olympiaqualifikation für Paris 2024 gehen. In ihrer gemeinsamen Zeit haben die beiden beeindruckende Erfolge feiern können: Deutsche Meisterschaft 2019, Olympiaqualifikation für Tokyo 2020, Bronze bei den Europameisterschaften in Wien 2021 und anschließend Gold beim World Tour Final 2021 auf Sardinien. Und auch in der nacholympischen Saison 2022 sprangen sie auf der internationalen Volleyball World Beach Pro Tour aufs Podest, als das Nationalteam in Hamburg im Oktober die Bronzemedaille um den Hals gehängt bekam und zuvor auf acht Turnieren unter den Top Ten landete.
Nicht zu vergessen ist dabei, dass die vergangenen Jahre durch die Pandemie stark beeinträchtigt wurde und beide Athletinnen auch mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen jonglieren mussten, während gleichzeitig der sportliche und private Alltag zu bewältigen war.

Zum Ende der Saison 2022 beenden die beiden ihre Partnerschaft und gehen in Zukunft nun getrennte Wege. „Wir hatten viele gute, aber auch mal weniger gute Zeiten zusammen. Aber auf dem Court, gemeinsam im Sand, da waren wir immer ein Team“, erklärt Karla Borger. „Wir sind einvernehmlich zu einem Punkt gekommen, an dem wir beide denken, dass mit neuen Partnern noch einmal frische Impulse gesetzt werden können. Deshalb werden wir mit jeweils neuen Partnerinnen in die Qualifikation zu Paris 2024 starten.“ Julia Sude ergänzt: „Dabei möchten wir uns bei allen bedanken, die uns auf unserem gemeinsamen Weg begleitet haben. Mein Vater Burkhard Sude, Igor Prieložný, Thomas Kazcmarek, Josip Pribanić und Ricardo „Vento“ Brunale de Andrade Vento als Trainer, Nadine Volkmer im sportpsychologischen Bereich und Constantin Adam im Management und Koordination. Ein großer Dank gilt auch unseren treuen Partnern.“ 

Weiter geht es für die beiden nun mit neuen Partnerinnen, die altbekannt sind, denn die zwei bisherige Nationalteams wechseln einfach einmal durch.

Julia Sude wird mit Isabel Schneider gemeinsam in die neue Saison starten. Wie schon zuletzt beim Gewinn des Volleyball World Beach Pro Tour Challenge-Turniers in Dubai wird das neuformierte Team von Trainer Ricardo „Vento“ Brunale de Andrade betreut. Derzeit befindet sich das Trio in Athen im Trainingslager. Für Ende November (29. November bis 3. Dezember) ist der Start beim Elite-Turnier in Torquay geplant, der australischen Surf-Metropole „Ich freue mich auf die intensive und produktive Zusammenarbeit und die gemeinsamen Erfolge mit Isa und dem gesamten Team! Die Goldmedaille in Dubai war ein super Start und macht Lust auf mehr“, sagt Julia Sude und Isabel Schneider meint: „Ich freue mich auf dem Weg nach Paris, mit Juli eine so erfahrene Spielerin an meiner Seite zu haben. Die Goldmedaille in Dubai war ein guter Start und wir werden weiter jeden Tag hart arbeiten, um immer besser zu werden.“

Karla Borger und Sandra Ittlinger, die schon beim Elite-Turnier in Paris ihre ersten gemeinsamen Erfahrungen sammeln konnten, wollen 2024 auch in Paris spielen, nämlich bei den Olympischen Spielen auf dem Center Court unterm Eiffelturm. Sandra Ittlinger wird im Dezember nach Stuttgart ziehen. Trainer des neuformierten Duos wird Grzegorz Fijalek aus Polen, der in Tokio nach seinen dritten Olympischen Spielen seine aktive Beachvolleyball-Laufbahn beendete und viel World-Tour-Erfahrung mitbringt. Die ersten Trainingslager sind bereits organisiert. Nach Aufenthalten in Berlin und in Stuttgart geht es für die beiden noch vor Weihnachten nach Teneriffa.
„Ich freue mich sehr auf die nächsten zwei Jahre mit Karla. Bereits die ersten gemeinsamen Einheiten und das Turnier in Paris haben gezeigt, was für ein Potential wir als Team haben, und ich kann es nicht erwarten, das große Ziel Paris 2024 zusammen anzugehen“, sagt Sandra Ittlinger.
Auch Karla Borger ist euphorisch: „Ich verspüre so ein richtigen Schub, schaue extrem nach vorne, freue mich auf das Neue, auf die Strukturen, die wir als Erstes geschaffen haben. Denn wir haben uns Zeit genommen, uns mit einem guten Umfeld aufzustellen. Es fühlt sich alles sehr gut an. Sandra zieht extra nach Stuttgart, wir ziehen an einem Strang. Ich bin richtig begeistert und freu mich auf alles, was da auf uns zu kommt. Ich hab richtig Bock.“