Erfolgreiche Deutsche Beachvolleyball Meisterschaften
  07.09.2021 •     Beachvolleyball


Was waren das für erfolgreiche Deutsche Meisterschaften für die Athletinnen und Athleten aus Württemberg und der ARGE BaWü.

Erfolgreiche Deutsche Beachvolleyball MeisterschaftenErfolgreiche Deutsche Beachvolleyball Meisterschaften

Chantal Laboureur und Sarah Schulz, die mit Trainer Tobias Rex am OSP Stuttgart trainieren, gewannen im Finale gegen die Stuttgarterinnen Karla Borger und Julia Sude die Goldmedaille. Im Männerfinale setze sich der ehemalige BaWü-Auswahlspieler Sven Winter mit seinem Partner Alexander Walkenhorst (langjähriger Spieler beim SV Fellbach) gegen das Duo Philipp Arne Bergmann und Yannick Harms (Heimatverein TSG Backnang) durch, die beide auch einige Jahre am OSP Stuttgart trainiert haben.

Dritter Titel mit dritter Partnerin – Erste Medaille für Schulz
Chantal Laboureur/Sarah Schulz haben das Finale der 30. Deutschen Beach-Volleyball Meisterschaften in Timmendorfer Strand mit 2:0 (21-17, 21-19) gegen die EM-Dritten Karla Borger/Julia Sude gewonnen. Bronze ging an Kim Behrens/Sandra Ittlinger, die Christine Aulenbrock/Sandra Ferger nach Rückstand noch mit 2:1 (17-21, 21-15, 15-9) besiegten.

Mit dem Sieg erweiterte Laboureur ihre Titelsammlung nach 2017 (mit Sude) und 2020 (mit Ittlinger) auf insgesamt drei, bei jedem Triumph stand sie mit einer anderen Partnerin ganz oben. Für die 22-jährige Sarah Schulz, letztes Jahr mit Svenja Müller noch im Viertelfinale, ist es bei ihrer dritten Deutschen Meisterschaft die erste Medaille, die gleich golden glänzt. Zusätzlich zur Goldmedaille kann sich das Team über ein Preisgeld von 10.000 EUR freuen.

“Sarah hat so krass gespielt, so wenige Fehler gemacht, Asse und Blocks gesammelt. Sie hat höchsten Respekt verdient”, sagte eine Chantal Laboureur, der der Stolz auf ihre junge Partnerin schon das ganze Turnier über ins Gesicht geschrieben stand. Es ist eine besondere Konstellation, die sich in Timmendorfer Strand zum Turniersieg gespielt hat: “Eine Win-Win-Situation für beide Spielerinnen. Sarah kann von Chantals Erfahrung unglaublich profitieren”, sagt ihr Trainer Tobias Rex.

Trotz der Niederlage konnten auch Borger/Sude ihre beeindruckende Medaillensammlung der Beach-DM erweitern. Für Sude ist es das vierte Silber (2021, 2016, 2014, 2011), hinzu kommen drei Goldmedaillen (2019, 2017, 2010). Auch für Borger ist es das siebte DM-Edelmetall der Karriere, aber die erste Silbermedaille. 2019 und 2014 wurde es am Ende Gold, 2017, 2016, 2013 und 2011 stand sie jeweils auf dem dritten Platz und jubelte über Bronze.

„Ich will keinesfalls die Leistung unserer Gegnerinnen schmälern, die haben super gespielt, aber wir hatten im Viertelfinale noch Tageslicht, spielten also erst im Finale zum ersten Mal im Dunkeln, und da gab es einige Bälle, die wir einfach falsch eingeschätzt haben“, sagte Julia Sude und Karla Borger ergänzte: „Wir haben uns dann im zweiten Satz eingegroovt und teilweise geführt, aber dann gab es so viele Entscheidungen, die ganz knapp ausfielen, und bei denen wir zum Beispiel uns bei Entfernungen verschätzt hatten.“

Eindeutiges Männer-Finale
Perfektes Timing für Alexander Walkenhorst/Sven Winter: Das Duo gewann bei ihrer letzten gemeinsamen Deutschen Beach-Volleyball Meisterschaft die erste Goldmedaille in Timmendorfer Strand. Im Finale setzten sie sich gegen Philipp Arne Bergmann/Yannick Harms mit 2:0 (21-10, 21-17) durch. Julius Thole/Clemens Wickler trösteten sich nach einem 2:0 (21-15, 23-21) gegen Benedikt Sagstetter/Jonas Sagstetter mit der Bronzemedaille.

Im letzten gemeinsamen Endspiel spielten Walkenhorst/Winter wie im Tunnel und ließen sich nicht aus dem Konzept bringen. Starke Aufschläge und eine gute Block-Feldabwehr nahmen Bergmann/Harms in beiden Durchgängen Break um Break ab und ließen keine Zweifel an einem Sieg aufkommen.

“Wir haben ja auch noch nie ein Turnier der deutschen Tour gewonnen, ich kann das alles noch gar nicht richtig greifen”, sagte Walkenhorst im Anschluss. „Seit dem Viertelfinale haben wir uns nur gesagt, dass es jedes Mal das letzte gemeinsame Spiel sein könnte. Wir wollten alles raushauen.” Dank ging an ihre Trainer: "Ich glaube, ein Dankeswort wird der aufopferungsvollen Arbeit nicht gerecht. Mit uns war es wirklich nicht leicht, wir sind unendlich dankbar.”

Im Spiel ging der Blick immer wieder in Richtung des Trainerteams, das sie perfekt eingestellt hatte. Zusätzlich zum ersten DM-Titel können sich Walkenhorst/Winter noch über ein Preisgeld von 10.000 EUR freuen. Für das Duo ist es der erste Titel auf der deutschen Tour überhaupt. Letztes Jahr gewannen sie noch Bronze. 2016 (Bronze mit Kay Matysik), 2013 (Silber mit Lars Flüggen) und 2012 (Silber mit Eric Koreng) stand Walkenhorst ebenfalls auf dem Podest. Winter verlor 2019 mit Jonathan Erdmann gegen die Poniewaz-Zwillinge das Finale.

Im letzten gemeinsamen Turnier gelang nun die Krönung. Kein Geheimnis mehr ist die Trennung von Walkenhorst/Winter. Zumindest Sven Winter offenbarte im Interview bereits seine Pläne und gab bekannt, dass er nächste Saison mit Nils Ehlers im Sand angreifen will. Wie es für Walkenhorst und Bergmann/Harms weitergeht, ist noch nicht bekannt. Sie verpassten in ihrem zweiten DM-Finale nach 2018 ihren ersten Titel. 2017 und 2019 holten sie am Ende Bronze.