VLW-Verbandspokalfinale: Stuttgart und Fellbach siegen
  09.05.2019 •     Verband


Erstmals bekamen die TSG Volleyballer den Zuschlag und durften die beiden Finalspiele im Verbandspokal ausrichten. Mit viel Einsatz wurde die Veranstaltung beworben: Plakate, Internet und Zeitungsartikel trugen ihre Früchte. Eine tolle Kulisse bei beiden Spielen entschädigte die Helfer für ihren Einsatz. In beiden Spielen konnten sich die Favoriten durchsetzen, aber auch die unterlegenen Teams konnten immer wieder spektakuläre Punkte verbuchen.

Pünktlich um 14:00 Uhr begann das Damen-Endspiel. In mehreren Runden hatten sich der MTV Ludwigsburg (Regionalliga Süd) und Allianz MTV Stuttgart II (2. Bundesliga Süd) für das Finale qualifiziert.  Der aus der Backnanger Jugend hervorgegangene Trainer der Ludwigsburger Damen, Saša Stanimirović, war sich der Außenseiterrolle seines Teams bewusst, doch zunächst konnten seine Schützlinge durchaus mithalten. Mareike Nordwig, die ebenfalls in Backnang ihre ersten Volleyballerfahrungen gesammelt hatte, konnte sich als Libera immer wieder gut in Szene setzen. Die knappe Führung, 9:8, bauten die Stuttgarterinnen dann aber mit sehr guten Aufschlägen kurz und bündig aus. Noch drei Punkte ließen sie den Barockstädtern, dann beendeten sie den ersten Satz mit 25:11. Der 2. Satz verlief deutlich spannender. Die Regionalligistinnen konnten sogar in Führung gehen und hielten gut mit. Bei 20:20 nahm das Bundesliga-Team noch eine Auszeit, doch Ludwigsburg konnte weiter mitspielen. Erst ganz am Ende sicherte sich Allianz mit 25:23 den 2. Satz. Die Hoffnung der Zuschauer, der Underdog würde sich nun nochmal aufbäumen, erfüllte sich leider nicht. Dabei hatten die Ludwigsburger in der Schlussphase auch noch das Pech, dass das Schiedsgericht einen Regelverstoß der Stuttgarterinnen nicht ahndete. Das Zweitligateam aus der Landeshauptstadt war im dritten Durchgang gnadenlos und ging gleich mit 7:0 in Führung, erhöhte auf 15:3 und sicherte sich mit 25:7 den entscheidenen dritten Satz und damit den Württembergischen Verbandspokal 2019.

Zum Herrenfinale kam noch ein Schwung an Zuschauern hinzu. Beim MTV G.A. Stuttgart, Regionalliga Süd, kämpft Mannschaftskapitän Holger Böhme schon einige Jahre um Punkte. Auf der Gegenseite hatte man gehofft, dass Manuel Harms, wie Holger Böhme ehemals Backnanger Spieler, für den Zweitliga-Absteiger um Punkte kämpfen würde. Jedoch führten ihn seine Beachambitionen mit seinem Partner Richard Peemüller nach Hannover. Trotzdem stellte der SV Fellbach ein starkes Team, das von Beginn an zeigte, dass sie den Pokal nach Fellbach holen wollten. Mit 25:12 ließen sie den deutlich älteren Herren aus Stuttgart im ersten Satz keine Chance. Im 2. Satz ließ beim Favoriten dann die Konzentration etwas nach und es entwickelte sich ein flottes Spiel, in dem die Zuschauer sehenswerte Ballwechsel mit spektakulären Abwehrleistungen geboten bekamen. Bis zum Schluss hofften die Stuttgarter auf einen Satzgewinn, aber am Ende konnte Fellbach auch den zweiten Durchgang mit 25:23 knapp für sich entscheiden. Die Stuttgarter hatten auch weiter Spaß am Spiel. Das Spielen ohne den Druck, gewinnen zu müssen, führte zu einem in weiten Teilen ausgeglichenen Spiel. Am Ende konnte aber der SV Fellbach auch den dritten Satz mit 25:20 gewinnen und somit das Spiel für sich entscheiden.

Die folgende Siegerehrung nahmen der Erste Bürgermeister der Stadt Backnang, Siegfried Janocha, der Vorsitzende der TSG Backnang 1846, Rainer Mögle und der VLW Pokalspielwart Werner Hofmann, der auch persönlich noch stark mit Backnang verbunden ist, vor. Werner Hofmann war mehrere Jahre Lehrer an der Max-Eyth-Realschule und spielt bei den Backnanger Senioren noch immer aktiv mit. In den Grußworten wurde die Arbeit der TSG Volleyballer gelobt und noch einmal zum Aufstieg des Damenteams in die Regionalliga gratuliert.