Freundeskreis-„Stammtisch“ im Planetarium
  21.12.2017 •     Freundeskreis


Am Donnerstag, den 14.12.2017, trafen sich 20 Mitglieder des FKWV („Freundeskreis des württembergischen Volleyballs e.V.) im Planetarium Stuttgart, um der in der Vorweihnachtszeit alljährlich wiederkehrenden Frage „Der Weihnachtsstern – ein himmlisches Zeichen?“ (so auch der Titel des Programms!) nachzugehen. Gibt es eine wissenschaftliche Erklärung für den Bericht über den berühmten Stern von Bethlehem? Ist der Stern von Bethlehem in astronomischer Sicht eine (biblische) Legende oder Tatsache?

Ausgehend von den biblischen Darstellungen (Matthäus, Kapitel 2: „Als Jesus geboren worden war in Bethlehem …, siehe, da gelangten Magier von den Aufgängen nach Jerusalem. … Wir haben nämlich seinen Stern in dem Aufgang gesehen und …“) hat der österreichische Professor Konradin Ferrari d´ Occhieppo belegen können, dass zu jener Zeit kein Komet, keine Nova stattgefunden hat. Sehr wohl konnten aber die babylonischen Weisen die Stern- bzw. Planetenbewegungen beobachten und vorausberechnen. Zusammen mit den Kalenderanalysen ergibt sich für die Ankunft der Magier in Bethlehem als astronomisch-chronologisch festgestelltes Datum der Abend des 12. November 7 v. Chr.

Für diese Zeit läßt sich mit der Planetariumsmaschine eindrucksvoll der Ablauf der Sterne und Planeten in der Planetariumskuppel visualisieren, dass der biblischen Geschichte offenbar die damalige Dreifachkonjunktion der Planeten Jupiter und Saturn zugrunde liegen muss. Mit der populärwissenschaftlichen Darstellung der Schleifenbildung und der Rückläufigkeit der beiden Planeten bei dieser Dreifachkonjunktion erfährt man eine plausible Erklärung für die Legende vom Weihnachtsstern.

Begeistert von der beeindruckenden Vorführung im Planetarium machten sich die Mitglieder des Freundeskreises auf den Weg zu einem nahe gelegenen Hotel, um dort bei einem gemeinsamen Mittagessen eine rege Diskussion über das Gesehene fortzuführen und so einen spannenden und erfreulichen Tag zu genießen.