Die neuen Ba-Wü Meister stehen fest
  24.07.2019 •     Beachvolleyball


Lokalmatadoren Wenz/Eckenweber triumphieren bei den Landesmeisterschaften auf der Neckarwiese

Bereits vor fünf Jahren, als Christian Eckenweber das erste Mal baden-württembergischer Meister im Beachvolleyball wurde, nahm er ein Bad im Neckar. Jetzt, fünf Jahre später, holte sich der 34-Jährige vom TSV Speyer mit dem 22 Jahre alten Lucas Wenz von der TSG Rohrbach erneut den Titel, der innerhalb der 14. Ba-Wü Beach-Tour, die zum zweiten Mal als Essert-Cup firmierte, ausgespielt wurde.

Nach dem spannenden Finale gegen Lukas Jäger/Felix Roos vom Zweitligisten SSC Karlsruhe, das die Lokalmatadoren nach 47 Minuten mit 2:0 verdient gewannen, kamen beide der Aufforderung von Moderator Frank Schuhmacher unverzüglich nach und sprangen in die kühlen Fluten. Anschließend nahmen sie aus den Händen von Harald Schoch, dem Präsidenten des Nordbadischen Volleyball Verbands (NVV) und Sponsor Christopher Essert überglücklich die Pokale entgegen. Bei den Frauen holten sich Katrin Hahn/Sandra Szychowska (VC Offenburg/SV K-Beiertheim) nach dem 2:1-Erfolg über die sich tapfer wehrenden Victoria Blesch/Eva Schilf (TV Rottenburg/TSV Sonthofen) die Trophäen ab.

Pia Lemberger, die ihren 26. Geburtstag feierte, belegte mit ihrer Partnerin Lena Ecker (beide Beiertheim) Platz drei vor Alexandra Bura und Annie Cesar. „Hauptsache wir haben gespielt. Aber zufrieden bin ich mit meiner Leistung nicht“, übte die deutsche Hallenmeisterin des MTV Stuttgart Selbstkritik. Julia Jungmann vom Heidelberger TV landete mit Anika Schwager (SV Sinsheim) auf dem fünften Rang. Stephanie Bünemann und Lena Rolfing (HTV) wussten bei ihrem Debüt mit Platz 13 zu gefallen.

Bei den Männern sicherte sich das Fellbacher Duo Timo Koch und Felix Klaue Bronze vor den Freiburgern Maximilian Meuter und Raphael Schieting. Bastian Ditschmann/Yannick Hess (HTV/USC) wurden Siebte und Kevin Stein (HTV/USC) mit seinem Blankenlocher Kollege Jeremy Krogull-Hull Neunter. Helge Eggers/Jan Scheuermann (HTV/USC/TV Rottenburg) beendeten das Turnier auf Platz 13 ebenso wie die beiden Rohrbacher Daniel Grathwol/Moritz Hartmann.

Lucas Wenz avancierte eindeutig zum Spieler des Finales. Mit seinen wuchtigen und platzierten Aufschlägen sowie Schmetterbällen punktete er immer wieder entscheidend. Der bekennende Waldhof-Fan Eckenweber nickte anerkennend und sagte: „Das kann ich nur bestätigen.“ Erfahrung und Konstanz nannte Wenz, als er nach drei Eigenschaften gefragt wurde, die seinen Partner auszeichnen. „Die dritte kenne ich selbst nicht. Vielleicht: Augen auf bei der Partnerwahl“, meinte der gebürtige Mannheimer Eckenweber und fügte an: „Siege fühlen sich immer gut an.“

Im ersten Satz sah es lange nicht nach einem Sieg von Eckenweber/Wenz aus. Das Karlsruher Duo führte dank der kraftvoll und platziert geschlagenen Angriffsbälle von Lukas Jäger schnell mit 4:0, 5:2 und 15:12. „Wir haben stark begonnen. Aber uns fehlten die gute Aufschläge und Genauigkeit“, analysierte Roos. Der 19 Jahre alte Linkshänder war zwar ebenso wie sein Partner Jäger enttäuscht, meinte dennoch: „Athletisch waren wir sicherlich überlegen. Wir sind jung und haben noch Luft nach oben.“

Auch im nächsten Jahr wird die BaWü Beach-Tour auf der Neckarwiese gastieren. Ob sie dann allerdings wieder als Essert-Cup firmiert, ist noch nicht entschieden. Sponsor Christopher Essert gibt sich optimistisch: „Es sieht gut aus.“

Zufriedene Gesichter gab es beim Heidelberger TV. „Wir haben zwei auf hohem Niveau stehenden Endspiele gesehen. Auch der Zuschauerzuspruch war gut“, erklärte HTV-Cheforganisator Christian Urbanek. Er und seine Mitstreiter wurden beim Abbau erstmals seit langem nicht nass. Zudem war die Freude über den NVV-Award für 2018 groß. „Wir sind froh, dass wir den HTV haben. Die Zusammenarbeit ist beispielhaft“, sagte NVV-Präsident Schoch, nachdem er den Pokal zusammen mit einem Scheck an HTV-Abteilungsleiterin Martina Einsele überreicht hatte.