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„Trofeo Paolo Bussinello“ wird für die VLW-Jungs zum Fiasko
  23.04.2019 •     VLW männlich , Leistungssport


Nach einigen Jahren Pause durften die Jungs der württembergischen Verbandsauswahl wieder einmal an einem der hochklassigsten internationalen Turniere Europas, dem „Trofeo Paolo Bussinello“ teilnehmen.  Um für dieses Highlight gut präpariert zu sein, wurde im Vorfeld ein Trainingslager in Friedrichshafen durchgeführt.

Die Auswahlspieler reisten schon am Montag, den 15.04.2019 nach Friedrichshafen und absolvierten bis zum Mittwoch sechs Trainingseinheiten. Die Vorbereitung wurde mit einem Wettkampf gegen die Volley-Youngstars abgeschlossen. Hier bekamen die Jungs des VLW Teams schon ordentlich Druck, zeigten aber auch durchaus Gegenwehr und sehenswerte Aktionen. Ein glücklicher Zufall führte dann am Abend dazu, dass die Jungs samt Trainerstab von der GmbH zum Play-Off Halbfinale gegen Lüneburg eingeladen waren und ein sehr interessantes Spiel beobachten durften.

Mit diesen Eindrücken starteten die Volleyballer am Donnerstag nach Modena (ITA), wo sie nach 8 Stunden zäher Fahrt bei lauen Temperaturen am frühen Abend ankamen. Um die Jungs mobil zu machen ordnete der Trainerstab einen ausgedehnten Abendspaziergang in die Altstadt nach Modena an, bei dem der historische Stadtkern besichtigt wurde. Die Tatsache, das am 1. Turniertag 4 Spiele auf höchstem Niveau stattfinden werden, machte es der ganzen Delegation leicht früh ins Bett zu gehen um am Folgetag fit zu sein.

Als es am Freitag dann losging, wurden alle Beteiligten brutal aus ihren Träumen gerissen. Die Vorrundengegner der württembergischen Jungs fegten allesamt wie ein Tornado über die überfordert wirkenden VLW`ler. Während die ausschließlich italienischen Gegner in allen Belangen besser agierten, gelang es den Württembergern nur hin und wieder zu zeigen, was möglich ist.

Die Ergebnisse im Einzelnen:
Volley Treviso – VLW 2:1 (25:22; 24:26; 15:13)
Vero Volley – VLW 2:0 (25:20; 25:14)
Selezione Emilia Romagna – VLW 2:1 (25:15; 27:29; 15:9)

Damit schlossen die Württemberger die Vorrunde als Letzter ab. Verbandstrainer Elsäßer: “Ich habe es nicht geschafft, Ruhe in den Annahmeriegel zu bekommen und mit meinen verschiedenen Startaufstellungen sicher dazu beigetragen, dass der Start ins Turnier so holprig war.“ Aber obwohl viele Annahmespezialisten vor Ort waren fehlte der verletzte Stammlibero „hinten und vorne“. Ab jetzt galt natürlich der 9. Platz als Ziel, was mit der bis dahin gezeigten Leistung an ein Wunder gegrenzt hätte.

In den Play Offs Platz 9-16 mussten die Württemberger ihr erstes Endspiel gegen die polnische Mannschaft aus Kedzierzyn-Kosle gewinnen um das angestrebte Ziel zu erreichen. Sicherlich hat auch etwas Wut im Bauch dafür gesorgt, dass man dieses Spiel klar mit 2:0 (25:20;25:10) für sich entscheiden konnte. Der erste Schritt war somit getan und die abendliche Party durfte von Spielern und Trainern gleichermaßen als fröhlicher Abschluss des Tages genossen werden.

Am 2. Turniertag wartete schon wieder ein italienisches Team auf die Verbandsauswahl. Dieses Mal jedoch waren die Jungs aus Württemberg gut vorbereitet. Im wohl besten Spiel des Turniers (der VLW`ler) schafften es die Jungs annähernd fehlerfrei zu spielen, hart aufzuschlagen und sehr gut zu verteidigen. Es war geschafft! Mit dem 2:0 (25:20; 25:10) hatten die Württemberger das Ziel, um den letzten Platz unter den TOP 10 zu spielen erreicht.

Hier war wiederum Volley Treviso der Gegner, das Team, welches den Württembergern den Turnierstart verdorben hatte. Beide Teams, unterstützt von vielen mitgereisten Eltern kämpften mit Löwenherzen um die einstellige Platzierung und zeigten häufig spektakuläre Ballwechsel, die unabhängig vom Ausgang hochemotional gefeiert wurden.Kurz vor Ende des ersten Satzes verletzte sich jedoch ausgerechnet einer der Leistungsträger am Sprunggelenk und musste von der Bank ersetzt werden. Hier zeigte sich jetzt, wie gut die Spieler in der 2. Reihe sind. Denn sowohl dieser 1. Satz als auch der 2. Satz wurden gewonnen und man durfte nicht glücklich aber schlussendlich doch zufrieden mit dem Erreichten die Heimreise antreten.