Stuttgart Beach Open - Doppel-Erfolg für Österreichs Beach-Volleyballer
  25.07.2017 •     Verband , Beachvolleyball


Österreichs Beach-Volleyball-Taltente sind die großen Gewinner beim „Stuttgart Beach Open 2017“. Sowohl die U18-Frauen als auch die U18-Männer aus der Alpenrepublik setzten sich bei dem „Regio Cup“ des Olympiastützpunktes Stuttgart im Neckarpark durch.

Die Frauen des Vorrunden-Ersten Österreich behielten im Endspiel am  Sonntag im dritten Satz mit 15:6 die Oberhand gegenüber Deutschland. Zuvor hatten Ronja Klinger/Laetitia Dirnhofer den ersten Satz mit 21:16, dann Marie Schieder (SV Lohhof)/Chenoa Christ (Bremen 1860) den zweiten mit 21:18 für sich entschieden. Schieder/Christ vertreten Deutschland Ende August bei den U18-Europameisterschaften in Kazan (Russland).

Bei den Männern machten Laurenz Leitner und Theo Reiter das Rennen. Die Erstvertretung der Österreicher stand schon am Samstag als Sieger unter fünf angetretenen Mannschaften fest. Sie landete mit drei Siegen an der Spitze der Rangliste vor der punktgleichen ersten deutschen Mannschaft mit Rudy Schneider (TuB Bocholt) und Ersatzmann Konrad Thole (Eimsbütteler TV). Österreich 1 musste sich nur bei seinem Turniereinstand gegen das letztlich drittplatzierte Frankreich mit Paul Nicole und Vivien Tournier in drei Sätzen (21:18, 14:21, 7:15) geschlagen  geben. Schneider/Thole verloren das deutsch-österreichische Kräftemessen mit 1:2 21:15, 15:21, 13:15. Schneider wird bei der U18-EM gemeinsam mit Julian Lorenz (Sun Circle Beachvolleyballclub Dresden) aufschlagen. 

Der Bundestrainer der deutschen Beach-Volleyballer, Jörg Ahmann (Remseck), zeigte sich mit dem Auftritt seiner Mannschaften im Vorfeld von U18-EM und Qualifikation zu den Olympischen Jugend-Sommerspielen 2018 zufrieden. „Die Mädchen haben viel gelernt“, sagte er, „sie haben sich im Laufe des Turniers enorm verbessert.“ Bei den Jungen sei der beste Blocker kurzfristig ausgefallen, „aber sie haben ihre Sache gut gemacht“.

Die französichen Nachwuchs-Spieler Nicole/Tournier setzten sich dann am Sonntag in einem Einlagespiel unter dem Turnier-Motto „Talent meets Legend“ mit 14:16, 15:12, 15:12 durch gegen die deutschen Volleyball-Legenden Ahmann (51), Olympiadritter im Jahr 2000 in Sydney, und Ex-Nationalspieler Burkhard Sude (59/Neukirch), Vater der aktuellen Weltranglisten-Zweiten Julia Sude. Frankreichs Legenden-Team Yannick Salvetti (36/Marseille) und Fabien Dugrip (41/Sète) unterlag derweil Leitner/Reiter (Österreich) mit 10:15, 15:9, 9:15. Ahmann/Sude hatten sich tags zuvor gegen Salvetti/Dugrip mit 21:17, 21:10 durchgesetzt.

Im Beach-Handball blieben die Turniersiege in Württemberg. Bei den U18-Männern gewann die heimische Auswahl vor den Teams aus Südbaden und Baden. Dabei entwickelte sich die letzte und entscheidende Partie zu einem wahren Krimi: Württemberg gewann den ersten Satz mit 16:14, Südbaden glich mit 17:16 im zweiten Satz aus, ehe sich Württemberg dann mit 5:4 im Shootout den Turniersieg sicherte. Und auch die württembergischen U18-Frauen durften im Endspiel gegen Südbaden erst nach dem Shootout jubeln. Der erste Satz ging mit 23:10 deutlich an Württemberg, der zweite mit 18:15 nach Südbaden. Im Shootout fuhr Württemberg dann mit 3:0 den Turniersieg ein. Alex Gehrer (TSV Bartenbach), in den frühen 90-er Jahren Beach-Handball-Pionier in Deutschland, vom Handballverband Württemberg, war rundum glücklich: „Für die Jugendlichen war es ein großartiges Erlebnis und für uns eine tolle Möglichkeit, unsere Sportart zu präsentieren.“ 

Für das größte Spektakel in dem für vier sandige Tage in einen Beach-Park verwandelten Neckarpark sorgten unterdessen die Beach-Footvolley-Spieler mit „Shark Attac“, Fallrückziehern und andern Tricks. In dem Turnier landete Cacau, der frühere Bundesliga-Profi des VfB Stuttgart, gemeinsam mit Mo Obeid, dem besten deutschen Spieler, auf dem zweiten Platz. Im Finale unterlagen Cacau/Obeid mit 15:18, 12:18 dem Frankenthaler Duo Dennis Weber und Roman Uhr. Cacau blieb nach dem letzten Spiel gewohnt bescheiden und sagte, er wolle sich in dieser beliebten Strand-Sportart seines Heimatlandes Brasilien unter Anleitung von Obeid weiter verbessern.

Vor ihrer Abreise zurück in die Heimat hatten die österreichische Teams noch ein dickes Lob für Stuttgart parat. „Der Sand auf den Courts hier“, sagte Turniersiegerin Ronja Klinger, „ist wirklich einmalig gut.“ Den Untergrund für die beiden neu errichteten Beach-Courts hatte der Olympiastützpunkt anhand einer Probe aus dem olympischen BeachVolleyball-Stadion in Rio de Janeiro in Deutschland nachbauen lassen. Die Österreicher waren seit Dienstag im Trainingslager im Neckarpark. In drei Wochen spielen sie in Vaduz (Liechtenstein) die erste Qualifikationsrunde zu den Olympischen Jugend-Sommerspielen 2018.

Das „Stuttgart Beach Open 2017“ wurde veranstaltet von der Olympiastützpunkt Stuttgart Service GmbH und SchwabenSport Management sowie unterstützt von der Stadt Stuttgart und der SportRegion Stuttgart.