
Die Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Leistungssport Volleyball in Baden-Württemberg hat frühzeitig die Nachfolge auf der Position des Landestrainers im weiblichen Bereich geregelt: Mit Justin Wolff konnte ein hochqualifizierter Nachfolger für Sven Lichtenauer gewonnen werden, der nach beeindruckenden 33 Jahren im Herbst 2026 in den Ruhestand geht.
Lichtenauer prägte als erster Landestrainer im weiblichen Bereich über mehr als drei Jahrzehnte hinweg maßgeblich die Entwicklung des Nachwuchsleistungssports in Baden-Württemberg. Mit seinem Ausscheiden endet eine Ära – gleichzeitig sorgt die frühzeitige Nachfolgeregelung für Kontinuität und Stabilität in der weiteren Arbeit.
Justin Wolff, studierter Sportwissenschaftler sowie Inhaber der DOSB A-Lizenz und Nachwuchstrainer-Lizenz, bringt umfangreiche Erfahrung aus dem nationalen und internationalen Nachwuchsleistungssport mit. Aktuell ist er als Jugendbundestrainer weiblich beim Deutschen Volleyball-Verband (DVV) tätig. Zuvor war er unter anderem als Bundesstützpunkttrainer beim VCO Münster sowie als Co- und Interimstrainer bei den SWD powervolleys Düren in der 1. Bundesliga der Männer aktiv.
Mit über 13 Jahren Erfahrung im Leistungs- und Nachwuchsvolleyball verfolgt Wolff einen modernen, wissenschaftlich fundierten Ansatz in der Talententwicklung. Im Mittelpunkt seiner Arbeit steht dabei konsequent die individuelle Förderung jeder Athletin.
Wolff wird seine Tätigkeit am 1. September 2026 aufnehmen. Eine gemeinsame Übergangsphase bis zum U18-Bundespokal im Oktober 2026 stellt sicher, dass Wissen, Strukturen und Netzwerke nahtlos übergeben werden können.
Justin Wolff sagt zu seiner neuen Aufgabe: „Ich blicke mit großer Vorfreude auf meine zukünftige Aufgabe als Landestrainer in Baden-Württemberg. Zugleich empfinde ich großen Respekt vor der beeindruckenden, jahrzehntelangen Arbeit von Sven Lichtenauer und seinem Vermächtnis. Umso mehr freue ich mich auf die gemeinsame Einarbeitungsphase, in der ich die bestehenden Strukturen, Abläufe, Personen und Details intensiv kennenlernen kann. Es war und ist mein Ziel, näher an der Basis zu arbeiten und die fundamentalen Förder- und Entwicklungsprozesse der Athletinnen sowie die Verbandsarbeit aktiv mitzugestalten. Dabei ist mir der offene und konstruktive Austausch mit allen Kolleginnen und Kollegen besonders wichtig.“
Auch seitens der ARGE Baden-Württemberg wird die Personalentscheidung sehr positiv bewertet. Leistungssportdirektor Timon Schippmann betont:
„Wir freuen uns sehr, mit Justin einen hochmotivierten Nachfolger für Sven gefunden zu haben. Er bringt vielfältige Erfahrungen aus unterschiedlichen Bereichen des Nachwuchsleistungssports mit und sieht seine Stärken insbesondere in der Talentsichtung und -entwicklung im jüngsten Altersbereich. Dort möchte er die entscheidenden Grundlagen gezielt fördern und weiterentwickeln – dabei wird er sicherlich auch den ein oder anderen neuen Impuls setzen. Die gemeinsame Übergangsphase ab September bietet beste Voraussetzungen, um die von Sven über Jahre hinweg aufgebauten Strukturen im Land Baden-Württemberg nachhaltig zu übergeben. Ich bin überzeugt, dass wir damit eine starke Grundlage für die zukünftigen Aufgaben und die weitere Entwicklung der BaWü Strukturen schaffen.“
Aktuell verantwortlicher ARGE Sportwart und Ressortleiter Leistungssport und Präsidiumsmitglied des NVV Kai Filsinger:
„Ich freue mich, dass wir mit Justin Wolff einen engagierten und motivierten Trainer gewinnen konnten, der bereits über umfangreiche Erfahrung verfügt. Von dieser Expertise möchten wir nun auch in seiner neuen Rolle als Landestrainer Baden-Württembergs profitieren. Durch die strukturellen Veränderungen der vergangenen Zeit tritt er seine Aufgabe in einer spannenden Phase an, in der er sich aktiv einbringen und wichtige Impulse setzen kann.“
Die ARGE Baden-Württemberg freut sich auf die Zusammenarbeit ab September 2026.
Bericht: ARGE-BaWü
Bild: Privat, CEV
veröffentlicht am Freitag, 24. April 2026 um 15:00; erstellt von Schippmann, Timon
letzte Änderung: 24.04.26, 15:26