Countdown DVV-Pokalfinale: Es kann nur einen geben
  25.02.2022 •     Verband , Aktive


Gleich zwei Mannschaften aus dem Volleyball-Landesverband Württemberg (VLW) stehen am 6. März 2022 im DVV-Pokalfinale. Schon in den Jahren 2015 und 2017 haben die Teams von Allianz MTV Stuttgart bei den Frauen und vom VfB Friedrichshafen bei den Männern für einen „VLW-Doppelsieg“ gesorgt. Jetzt ist sogar das „Triple-Double“ möglich. 

Countdown DVV-Pokalfinale: Es kann nur einen geben

Noch ist nichts gewonnen. Und überhaupt, der deutsche Volleyballpokal-Wettbewerb ist im Prinzip der schnellste Weg, um einen nationalen Titelgewinn feiern zu dürfen. Für einen Erstligisten bedeutet das drei Spiele in Folge gewinnen, und schwuppdiwupp steht man schon im prestigeträchtigen Finale in der SAP-Arena zu Mannheim – außerhalb von Corona-Zeiten ein Treffpunkt von bis zu 12.000 Volleyball-verrückten Fans. Aber, so leicht sich das anhört, man muss es auch erst einmal schaffen. Auf dem Weg dorthin sind schon viele vermeintliche Favoriten gescheitert. Auch die beiden Vertreter aus Württemberg haben da so ihre Erlebnisse zu verdauen. Schließlich gilt immer wieder die quer durch alle Sportarten gedroschene Phrase doch: Der Pokal hat seine eigenen Gesetze.

Und nicht selten finden auf der #roadtomannheim die gefühlten Finalspiele der besten Mannschaften schon zu einem früheren Zeitpunkt statt. Siehe das Halbfinale bei den Männern in dieser Saison, als Friedrichshafen die Berlin Recycling Volleys mit 15:12 im Tiebreak aus dem Wettbewerb gekegelt und sich damit die Chance auf Pokalsieg Nummer 17 (!) gesichert hat. Dagegen waren die Stuttgarterinnen in diesem Wettbewerb diese Saison bislang weniger gefordert: Drei 3:0-Erfolge über nacheinander BBSC Berlin, NawaRo Straubing und USC Münster erledigte das Team von Trainer Tore Aleksandersen angesichts der Liga-Serie von nun bereits 16 Siegen in Folge quasi im Vorbeigehen. 

Nun also am Sonntag, 6. März 2022 der Showdown in Mannheim, quasi der Nationalfeiertag der deutschen Volleyballszene, zu der dieses Mal im Gegensatz zum Pokalfinale 2021 sogar Zuschauer zugelassen sind. Den Auftakt um 14 Uhr machen die Frauen mit dem Duell zwischen Allianz MTV Stuttgart und dem Dresdner SC (Live auf Sport1). Im Anschluss gegen 16.45 Uhr wird das Herren-Finale angepfiffen, wenn der SVG Lüneburg auf den VfB Friedrichshafen trifft (Live auf twitch.tv). Für die Stuttgarterinnen (Titelträger 2011, 2015, 2017) gibt es somit die Chance, sich für die Schmach von 2020 zu revanchieren, als sie im Finale (zum sechsten Mal in Folge) gegen den Dresdner SC insgesamt vier Matchbälle vergaben und am Ende mit 15:17 im Tiebreak verloren.

Das Pokalfinale 2022 könnte der Auftakt von weiteren Titeln für die Stuttgarterinnen in dieser Saison werden, denn erst vergangenen Mittwoch hat sich das Team um die quirlige Libera Roosa Koskelo auf europäischem Parkett gegen Mladost Zagreb (mit der ehemaligen Stuttgarter Spielerin Martina Samadan) im Halbfinal-Hinspiel durchgesetzt und steht damit kurz vor dem ersten Einzug in das Finale des CEV-Cups der Vereinsgeschichte. 

Übrigens:Wenn man sich im Frauen-Duell die Trainerpositionen anschaut, trifft man nur auf Gewinner. Dresdens Trainer Alexander Waibl hat bei vier Pokalfinal-Teilnahmen gleich viermal sein Team zum Sieg geführt. Sein Stuttgarter Kollege Tore Aleksandersen hat in seiner Zeit beim SSC Palmberg Schwerin zweimal das Pokalfinale erreicht und zweimal gewonnen. Es kann aber nur einen geben.

Für weitere Orakel-Tätigkeiten, um die neuen Pokalsieger vorauszusagen, hilft vielleicht auch folgende Statistik: Bereits zweimal haben sich Dresden und Stuttgart bei den Frauen gegenüber gestanden. Beide Male gewann das Team aus der sächsischen Landeshauptstadt knapp im Tiebreak. Ebenso erst zweimal trafen der SVG Lüneburg auf den VfB Friedrichshafen im Finale – beide Male gewann das Team vom Bodensee in klaren 3:0-Sätzen.

Eintrittskarten für das DVV-Pokalfinale sind bei Reservix, ticketmaster, ADticket (Ticket-Hotline 0180 6050400) sowie saparena.de (Ticket-Hotline 0621-18190333) erhältlich.