Leistungssport in Baden-Württemberg

Die Arbeitsgemeinschaft Leistungssport Volleyball in Baden-Württemberg (ARGE) hat ein Konzept für die Förderung der Disziplinen Hallen- und Beachvolleyball entwickelt. Seit einigen Jahren wird dieser interessante Entwurf umgesetzt und funktioniert ausgezeichnet. Aus der Arbeit mit diesem Konzept sind eine Vielzahl von erfolgreichen Beach- und Hallenvolleyballer hervorgegangen. Grundlage der Förderidee ist für die ARGE, dass internationale Topathleten im Sand und in der Halle den gleichen Kriterien genügen müssen. Deshalb baut die Förderkonzeption Beachvolleyball in Baden-Württemberg auf der für die Halle auf. Die Ausbildung in der Halle und die Ausbildung im Sand ergänzen sich. International perspektivreiche Nachwuchsspieler für Hallen- und Beachvolleyball werden aus einem einzigen Kader rekrutiert. Die Spezialisierung auf eine dieser beiden Sportarten findet erst zu einem späten Zeitpunkt statt.

Förderstruktur in Baden-Württemberg
Die Förderstruktur richtet sich nach den besonderen Gegebenheiten des Bundeslandes Baden-Württemberg. Als Flächenland ist es dort schwierig, die Athleten zu erreichen. Die Förderung stützt sich deshalb auf die qualifizierte Arbeit der Vereine, Stützpunktraining während der Woche (die Landestrainer sind Reisetrainer) und auf ergänzende zentrale Maßnahmen der Auswahlmannschaften.

Die inhaltliche Ausbildung der Athleten richtet sich nach den Rahmenorientierungen, die „Punkt“ genannt wird. Erarbeitet worden ist sie von den Landestrainern Michael Mallick und Sven Lichtenauer. Ursprünglich nur für die Halle konzipiert, wurde der Punkt vor einigen Jahren um die Disziplin Beachvolleyball erweitert. Die Hallenkader werden in den verschiedenen Ausbildungsstufen systematisch mit dem Spiel im Sand vertraut gemacht. Mit zunehmendem Alter und längerer Zugehörigkeit zum Landeskader steigert sich der Anteil der Sportart Beachvolleyball am Trainingsumfang der Athleten.

Grundlagentraining im Bezirkskader
Nach einer ersten Sichtung lädt der Bezirkskadertrainer seine Athleten einmal im Monat zu einem Tageslehrgang ein. In der zweijährigen Förderdauer werden die Kinder vom 2:2 bis zum 4:4 geschult. Die verschiedenen Grundtechniken werden durch eine spielerische Einführung erlernt und verbessert. Schon im Bezirkskader (U 15 männlich bzw. U 14 weiblich) finden in den Sommermonaten Beachmaßnahmen in Form von Tageslehrgängen statt. Dabei wird der hohe Motivationsfaktor des anderen Untergrunds genutzt.

Aufbautraining I im Verbandskader
Der Verbandstrainer hat die Möglichkeit, einmal im Monat mit den Athleten einen Wochenend-Lehrgang abzuhalten. Mit dem Übergang vom 4:4 zum 6:6 wird das Spiel wesentlich komplexer. Neue Trainingsformen (elementar, komplex, spielnah, situativ) ersetzen das bisher spielerische Lernen. Im Sommer findet ein viertägiger Lehrgang im Sand statt. Den Athleten der Landesverbandskader (U 17 männlich bzw. U 16 weiblich) werden die Grundlagen in Technik und Taktik des Wettkampspiels Beachvolleyball vermittelt. Zudem sollen Spieler an Turnieren auf Landesverbandsebene teilnehmen.

Aufbautraining II im BaWü-Kader
Die Wahl der Trainingsmittel werden jetzt dem äußerst komplexen Sportspiel gerecht. Übungsformen mit allumfassenden Inhalten nehmen an Umfang zu. Im Juni und Juli findet die Ausbildung der Athleten des BaWü- Kaders (U 20 männlich bzw. U 19 weiblich) durch zentrale Wochenend- Maßnahmen im Beachvolleyball statt.

Im Vordergrund stehen die technische und taktische Ausbildung und ein gezieltes Teambuilding. Es werden individuelle Turnierpläne entwickelt. Die Kaderspieler nehmen an der Turnierserie der Erwachsenen in Baden- Württemberg teil. Zu den Jugend-Verbandsmeisterschaften besteht der Zugang über die Vergabe von Wild Cards durch den Leistungssport-Referenten. Zielwettkämpfe sind die Deutschen Meisterschaften in den jeweiligen Altersklassen.

Hochleistungstraining
Nachdem die Athleten aus Altersgründen den BaWü-Kader verlassen haben, werden besonders talentierte Athleten im Bereich Beachvolleyball vom Bundestrainer Nachwuchs, Jörg Ahmann, weiter gefördert. Über seinem mischfinanzierten Auftrag betreut der ehemalige Nationalspieler in Stuttgart Athleten, die sich bei der nationalen Sichtung besonders empfohlen haben und den Schwerpunkt auf Beachvolleyball legen wollen. Eine gute Entwicklungsprognose ist die Voraussetzung für eine weitere Förderung. Seit 2005 wird das Konzept der ARGE Leistungssport Volleyball in Baden-Württemberg angewendet. Die erzielten Erfolge sind außergewöhnlich. Neben zahlreichen Siegen und guten Platzierungen bei den Turnieren um die Bundespokale in der Halle, wurden im Sand nationale Meistertitel und zudem einige Medaillengewinne auf internationaler Ebene errungen.

Die Förderpyramide des Leistungssports in Baden-Württemberg besteht aus 3 Stufen:

Bezirkskader
Die leistungssportliche Förderung beginnt für die Mädchen und Jungen im Alter von 10-13 Jahren. Die Bezirksauswahltrainer laden zum monatlichen Bezirkstraining. Dies sind eintägige zentrale Lehrgänge. Im Bezirkskader werden die Kinder zwei Jahre gefördert.

Die Ausbildung orientiert sich am "Punkt". Bei den Mädchen finden in regelmäßigen Abständen Vergleichswettkämpfe der Bezirksauswahlmannschaften Württembergs statt. Die Jungs spielen auf der BaWü-Spielserie auch gegen Teams der Nachbarverbände Nord- und Südbaden. Die Förderung auf Bezirksebene endet mit der Sichtung für die VLW-Auswahlmannschaft.

VLW-Auswahl
Die talentiertesten vierzehn SpielerInnen werden während der zweijährigen Förderung von den Verbandstrainern betreut. Jeden Monat wird ein zentraler Lehrgang angeboten. Dieser findet über drei Tage an den Sportschulen Ruit oder Albstadt statt. Hinzu kommen Turnierteilnahmen z.B. in Lothringen.

Die Ausbildung orientiert sich am Punkt. Die sportlichen Höhepunkte sind im Oktober die Bundespokale. Hier tritt die VLW-Auswahl gegen die anderen Verbandsauswahlmannschaften aus Süddeutschland an.

BaWü-Auswahl
Die Landestrainer sichten aus den drei Verbandsauswahlen die besten vierzehn SpielerInnen. Diese bilden für zwei Jahre die BaWü-Auswahl.

Die Ausbildung orientiert sich am Punkt. Die Mannschaften treffen sich monatlich zu einem zentralen Wochenendlehrgang. Dazu kommen internationale und nationale Turniere. Sportliche Höhepunkte sind die Bundespokale im Mai. Dies sind äußerst wichtige Wettkämpfe, da über die erreichten Platzierungen die Förderungswürdigkeit mitbestimmt wird.

männlichweiblich
BezirksauswahlE-KaderU14U13Grundlagentraining
VLW-AuswahlD1/2-KaderU16U15Aufbautraining 1
BaWü-AuswahlD3/4-KaderU19U18Aufbautraining 2

Der "Punkt" ist die Nachwuchskonzeption für Baden-Württemberg. 

Im "Punkt" sind die Inhalte eines langfristigen Trainingsaufbaus beschrieben. 

Ein MUSS für alle Trainer und Betreuer im Jugendbereich, egal ob leistungs- oder breitensportorientiert.

Die Landestrainer Michael Mallick und Sven Lichtenauer erarbeiteten diese Orientierung. In der Landestrainerkonferenz wurden die Inhalte diskutiert und verabschiedet. Der "Punkt" schreibt sich also stetig fort...

Die aktuelle Version "Der Punkt" 2008 zum Download:
Aufgrund des Datenvolumens wurde "Der Punkt" in einzelne Download-Kapitel unterteilt.
(Fotos und Layout von Fabian Feiri)

ARGE Leistungssport Volleyball Baden-Württemberg e.V.
Leistungssportkoordinator - Thomas Dörr
Fritz-Walter-Weg 19
70372 Stuttgart
Fon: 0711-28077-672
Fax: 0711-28077-680
E-Mail: t.doerr(@)vlw-online.de 

Vorstand 
Martin Walter - Präsident VLW (Vorsitzender 2016) - praesident(@)vlw-online.de 
Harald W. Schoch - Präsident NVV (Vorsitzender 2017) - praesident.nvv(@)volleyball-nordbaden.de 
Volker Schiemenz - Präsident SbVV (Vorsitzender 2018) - praesident(@)sbvv-online.de 

Sportvorstand
Vorstand s.o.
Harald Schuster - Sportwart SbVV
Ralf Hoppe - Sportwart VLW
Kai Filsinger - Sportwart NVV
Thomas Dörr - Leistungssportkoordinator
Sven Lichtenauer - Landestrainer weiblich
Michael Mallick - Landestrainer männlich

Sportausschuss 
s. Sportvorstand ohne Vorstand