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Axel Singer - nach 40 Jahren ein runder Abschluss

Seit 01.01.1970 ist Axel Singer Schiedsrichter beim VLW. Damit ist er der dienstälteste Schiedsrichter im Verband. Nach 40 Jahren verabschiedet er sich nun aus dem aktiven Geschehen. Am 24.01.2010 stieg er zum letzten Mal auf den Schiedsrichterstuhl. Zurück bleiben zahlreiche schöne Erinnerungen an rund 350 Spiele.

Axel Singer
40 Jahre auf dem Schiedsrichterstuhl - Zum Abschied überreichte Schiedsrichterwart Frieder Guggolz einen Präsentkorb an den dienstältesten Schiedsrichter des VLW. (Foto: Privat)

In seiner Jugend hat Axel Singer eher Tischtennis gespielt, bis 1968 Dr. Friedrich Gand ans Goldberg-Gymnasium in Sindelfingen kam und eine Volleyball-AG ins Leben rief. Das war der Anfang einer lebenslangen Leidenschaft. Fortan sah man den gebürtigen Böblinger auf dem Volleyballspielfeld, zunächst am Netz, doch schon bald auch auf dem Schiedsrichterstuhl.

40 Jahre schiedste Singer in sämtlichen VLW-Ligen – ohne eine einzige Saison auszusetzen. Zehn Jahre war er auch in der Regionalliga tätig und musste da das erste und einzige Mal während seiner Schiedsrichterlaufbahn gelbe Karten verteilen. Drei Stück waren es und „alle im selben Spiel an dieselbe Mannschaft“, berichtet er. In der Bundesliga war er knapp drei Jahre als Linienrichter in Friedrichshafen und damals noch Tübingen und Fellbach im Einsatz. Seine persönlichen Highlights in den 40 Jahren waren zweifelsohne die internationalen Einsätze bei den Europa-Cup-Spielen in Friedrichshafen und Tübingen.

Aber er war nicht nur Schiedsrichter sondern auch Spieler und Trainer. So trainierte er die B-Jugend in Sindelfingen und holte mit seinem Team 1978 erst die Deutsche Meisterschaft und wurde dann auch noch Bundessieger bei Jugend trainiert für Olympia. Seine Spieler kamen vom Sindelfinger Stiftsgymnasium, an dem er 32 Jahre Sport unterrichtete.

Anfang der 80er Jahre konzentrierte er sich stärker auf die Schulebene und übernahm die Leitung von Jugend trainiert für Olympia auf Oberschulamtsebene. Außerdem stieg er in die Lehrerfortbildung ein und begann mit der Ausbildung von Schülermentoren. Für den Verband war er Anfang der 70er Jahre einige Jahre als Lehrwart tätig. „Ich war sicher manchmal etwas unbequem“, gibt er schmunzelnd zu. Doch auch nachdem er das Amt des Lehrwarts aufgegeben hat, gehörte er weiterhin zum VLW-Lehrausschuss. Er arbeitete gemeinsammit dem VLW-Lehrteam an den Mini- und Quattro-Broschüren, die das Volleyballtraining mit Anleitungen für das Kleinfeldtraining quasi revolutionierten. Außerdem wirkte er aktiv bei der Ausbildung von Schülermentoren mit. „In diesen beiden Bereichen – Schülermentorenausbildung und Mini- und Quattrovolleyball – war Baden-Württemberg Vorreiter“, berichtet Singer.

Vor 40 Jahren kam er zum Verband, 40 Jahre lang war er VLW-Schiedsrichter und 30 Jahre Beauftragter am Oberschulamt (heute Regierungspräsidium) für Jugend trainiert für Olympia – auch damit ist zum Ende dieses Schuljahres Schluss. „Ich möchte einen runden Abschluss machen“, sagt Singer, der dieses Jahr auch noch einen runden Geburtstag feiert. 60 Jahre alt wird er im Frühjahr. „Ich möchte positiv in Erinnerung bleiben und mir die positiven Erinnerung bewahren. Ich habe keine einzige Stunde bereut.“

Für seinen Abschied hat er sich ein für ihn persönlich ganz besonders Spiel ausgesucht: Am 24.01.2010 stieg er in Sindelfingen zum letzten Mal auf den Schiedsrichterstuhl. Es spielte VfL Sindelfingen gegen MTV Ludwigsburg 2 (Landesliga Nord Herren). Das Sindelfingen 2:3 verlor, war nebensächlich. „In Sindelfingen hat alles begonnen“, erklärt Axel Singer. Dort war er Spieler, Trainer und Schiedsrichter. „So schließt sich dann wieder der Kreis.“

VLW-Landesschiedsrichterwart Frieder Guggolz reiste zum Abschiedsspiel und überreichte dem langjährigen Schiedsrichter zum Abschied einen Präsentkorb und dankte ihm im Namen des Verbands für die lange, gute und verlässliche Zusammenarbeit.

Nun, ganz wird ihn seine Leidenschaft natürlich auch im Schiri-Ruhestand nicht loslassen: „Auch wenn ich nicht mehr aktiv im Verband mitarbeite, werde ich das Volleyballgeschehen in Württemberg natürlich weiter verfolgen.“
Was er den jüngeren Kollegen mit auf dem Weg geben möchte?
„Nachmachen“, sagt er. „Es müssen nicht 40 Jahre sein, aber man sollte langfristig einer Sache zur Verfügung stehen. Wozu hat man denn sonst eine Ausbildung gemacht?“

Sybille Baecker



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